Zukunft gestalten

Zusammen mit dem Verbandsgemeinderat, den Ausschüssen, den Beigeordneten, den Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern, den Bürgerinnen und Bürgern sowie vielen weiteren Akteuren möchte ich an das Erreichte und Geplante anknüpfen und die Zukunft der Verbandsgemeinde gestalten.

Hier eine Auswahl meiner Ziele:

Verbandsgmeindeverwaltung Wittlich-Land

Entwicklung der Gemeinden sichern

Die Verbandsgemeinde ist immer nur so stark wie ihre 45 Gemeinden. Die Stadt Manderscheid und die Ortsgemeinden müssen sich daher sicher sein, die erforderliche und passgenaue Unterstützung zu erhalten, die sie für ihre weitere Entwicklung benötigen. Dazu gehört zuvorderst die Unterstützung der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der Räte durch die Verwaltung. Aber auch die Rahmensetzungen, die die Verbandsgemeinde zum Beispiel im Rahmen der Flächennutzungsplanung vornimmt, sollen ihren Beitrag zu einer positiven Entwicklung leisten.

Grundschule Hasborn

Ein guter Start für unsere Kinder

Die Kita- und Schullandschaft in Wittlich-Land ist bereits heute durch den jahrelangen Fokus auf die Kleinsten und Kleinen gut aufgestellt. Doch die Bedarfe und gesetzlichen Vorgaben ändern sich. Daran anknüpfend müssen die Angebote stetig weiterentwickelt und wo nötig Standorte ausgebaut werden. Auch die Digitalisierung der Klassenzimmer soll durch die Ausstattung unserer Schulen mit digitalen Lehrmitteln und Medien weiter vorangetrieben werden.

Die Ortsgemeinden stehen als Träger kommunaler Kindertagesstätten vor großen Herausforderungen. Die auferlegten Pflichtenhefte werden immer länger, die Sachverhalte komplexer. Hier können sich die ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Unterstützung durch die Verwaltung sicher sein.

Eltern und Kinder können sich ebenfalls sicher sein, dass der Blick für ihre Belange gewährleistet ist. Denn als zweifacher Familienvater weiß ich, was sich Kinder und Eltern wünschen.

Digitalisierung vorantreiben

Allenthalben wird von einem Modernisierungsjahrzehnt gesprochen, in dem wir uns befinden. Diese Entwicklung darf nicht nur in Großstädten und urbanen Räumen stattfinden - und das wird sie auch nicht. Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk wird DIE Infrastrukturaufgabe der kommenden Jahre sein, um von den verschiedensten Entwicklungen in nahezu allen Lebensbereichen partizipieren zu können. Anknüpfend an das erfolgreiche Breitbandausbauprojekt auf Kreisebene wird sich die Verbandsgemeinde nun dem Gigabitausbau, d. h. der Versorgung der Haushalte mit Glasfaser widmen.

Auch die Verwaltung wird von dem Transformationsprozess betroffen sein. Viele gute Beispiele der Digitalisierung gibt es mit der App der Verbandsgemeinde oder dem Projekt Digitalbotschafter schon. Weitere digitale Lösungen, insbesondere im Bereich der Onlineverfügbarkeit von Verwaltungsleistungen, werden hinzu kommen.

Unsere Umwelt schützen - auch im Kleinen

Klimaschutzziele sind das eine. Die konkrete Umsetzung das andere. Und die bedarf es bereits auf der örtlichen Ebene.

Mit einem Team an Sanierungsmanagern ist die Verwaltung bereits jetzt gut aufgestellt, auch künftig Projekte und Ideen zu entwickeln, um unseren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

Ein Heizungstausch-Programm wurde bereits kürzlich beschlossen, die Prüfung bzw. Entwicklung von Nahwärmenetzen läuft.

Ziel muss es sein, alle Potentiale sowohl für die Energieeinsparung als auch für die Energiegewinnung zu identifizieren, um dann auch unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten sinnige Lösungen zu entwickeln. Ein effizientes Energiemonitoring und -management, LED-Umrüstungen, PV-Dachanlagen auf öffentlichen Gebäuden, energetische Sanierungen sind nur einige Beispiele.

Vereinsbaum in Altrich

Ehrenamt stärken

Die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in unseren Gemeinden leisten Unschätzbares für unsere Gesellschaft. Ob im kulturellen, sozialen oder sportlichen Bereich. Vieles wäre ohne den tatkräftigen und uneigennützigen Einsatz vieler Menschen nicht denkbar.

Ich bin selbst Ehrenamtler durch und durch und weiß, dass eine Verwaltung einem die Arbeit nicht abnehmen kann.

Aber ich beabsichtige die Möglichkeiten auszuloten, wie konkret eine Unterstützung des Ehrenamts durch eine Kümmerer-Struktur auf Ebene der Verbandsgemeinde erfolgen kann und wie Hürden oder Hemmnisse innerhalb des Zuständigkeitsbereichs einer Verbandsgemeindeverwaltung abgebaut werden können.

Rathaus für Medizin und Gesundheit in Manderscheid

Ärztliche Versorgung und Pflege
auch vor Ort

Die Rathauspraxis in Manderscheid ist ein eindrucksvolles Beispiel, wie die ärztliche Versorgung auch im ländlichen Raum gelingen und sichergestellt werden kann. Sicherlich ist das Projekt nicht ohne weiteres auf andere Orte übertragbar. Aber es zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, gute Ideen aufzugreifen und sie weiter zu verfolgen. Um dem drohenden Problem des Mangels an Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum zu begegnen, wird es das Ziel sein, Nachahmerinnen und Nachahmer sowohl in der Ärzteschaft als auch in den Reihen der Gemeinden zu finden und diese bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Ruhebank mit Blick auf die Weinkulturlandschaft bei Osann-Monzel

Tourismus fördern

Von den vulkanischen Maaren über den Eifelsteig oder den Maare-Mosel-Radweg bis hin zur romantischen Mosel - die Verbandsgemeinde hat viele touristische Attraktionen zu bieten. Seien es die Manderscheider Burgen, das Kloster Himmerod oder die Wallfahrtskirche Klausen, ein gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz oder die Weinkulturlandschaft Mosel; sie alle dienen nicht nur uns zur Erholung sondern sind Magnet für viele Gäste. Anknüpfend an die erfolgte Neustrukturierung des Tourismus in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land soll dieses - auch wirtschaftliche - Potential ausgebaut und weiterentwickelt werden; so zum Beispiel mit den geplanten Leuchtturmprojekten wie dem Klettersteig entlang der Manderscheider Burgen oder dem sog. Skywalk in Osann-Monzel.

Generationen im Blick

Ich will ein Bürgermeister sein für alle Generationen; den Blick gerichtet auf die Jungen, die Älteren und die dazwischen. Denn eine intakte Gesellschaft braucht den Zusammenhalt der Generationen. Das habe ich als Kind vom Dorf und als Familienmensch seit jeher erfahren dürfen.

Im Rahmen der Verbandsgemeindeentwicklung muss geschaut werden, wo die Bedarfe der über 30.000 Bürgerinnen und Bürger in Wittlich-Land liegen - welche auf örtlicher Ebene gedeckt werden können oder welche nicht. Daran anknüpfend sollen zielgruppenspezifische Angebote diskutiert werden. Das kann von einer Jugendpflegerin/einem Jugendpfleger auf Verbandsgemeindeebene bis hin zur Schaffung von ergänzenden Angeboten für die Seniorinnen und Senioren reichen. Maßgeblich werden die konkreten Bedarfe sein, die teilweise auch im Rahmen des Projekts Zukunftscheck Dorf festgestellt werden.

Wirtschaft stärken ... auch die LANDwirtschaft

Die Gewerbetreibenden und die mittelständischen Unternehmen sind der Motor und das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft. Sie bieten uns zahlreiche Arbeitsplätze und stützen mit ihrer Wirtschaftskraft die Entwicklung unserer Gemeinden. Ich werde die Ortsgemeinden bei der Schaffung eines wirtschafts- und investitionsfreundlichen Klimas unter Beachtung widerstreitender Interessen, wie z. B. dem Flächenverbrauch oder der Beeinträchtigung durch Immissionen, konstruktiv unterstützen.

Aber auch die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft muss stets im Fokus der Verbandsgemeinde stehen. Denn sie trägt nicht nur ebenfalls zum wirtschaftlichen Erfolg der Verbandsgemeinde bei, sondern schafft und schützt mit der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen - seien es die Wälder, Wiesen, Felder oder Weinberge - den einzigartigen Lebensraum, in dem wir uns so wohl fühlen.

Feuerwehrgerätehaus Laufeld

Starke Wehren

Die Männer und Frauen in unseren Wehren leisten einen wertvollen Dienst für ihren Nächsten. Ihr Auftrag ist Retten, Löschen, Bergen und Schützen - doch sie leisten so viel mehr. Sie sind nicht nur Helfer in der Not, sondern unterstützen und bereichern auch darüber hinaus die dörfliche Gemeinschaft auf vielfältige Weise. Für das besondere Engagement der Wehren, sei es aktuell im Rahmen der Bekämpfung der Pandemie durch den Betrieb von Schnelltestzentren oder bei der Bekämpfung und Beseitigung der Hochwasserfolgen, gilt ihnen nicht nur unser Dank, hierfür müssen wir sie auch adäquat ausstatten. Ob Feuerwehrhäuser, Fahrzeuge oder Einsatzmittel - die Verbandsgemeinde wird den Feuerwehren weiterhin die Rahmenbedingungen bieten, die sie für ihre ständige Einsatzbereitschaft benötigen.

Folgen des Unwetters in Bruch

Zusammenhalten!
auch nach der Katastrophe

Das Unwetter vom 14. auf den 15. Juli hat uns gezeigt, wie verletzlich wir Menschen und unsere Dörfer sind. Öffentliche Einrichtungen und Infrastrukturen wurden zerstört, Eigenheime und Wohnungen überflutet, das Hab und Gut von vielen Bürgerinnen und Bürgern in Wittlich-Land ging verloren. Die Bilder der Naturgewalt werden uns ebenso in Erinnerung bleiben wie die schrecklichen Nachrichten über die vielen Todesopfer der Katastrophe in anderen Landesteilen.

Wittlich-Land hat in der Krise Zusammenhalt bewiesen. Ob das unermüdliche und besondere Engagement der Feuerwehren und der Rettungskräfte oder die gegenseitige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Man stand Seite an Seite.

Die ersten Folgen des Unwetters wurden beseitigt, die Spuren werden allerdings noch längere Zeit sichtbar bleiben. Es gilt nun, Verlorenes wiederherzustellen, Hilfsbedürftigen von allen Ebenen kurzfristige Unterstützung zukommen zu lassen und Vorsorge zu treffen, dass sich gleiches nicht wiederholt. Vielerorts befinden sich Hochwasserschutzkonzepte bereits in Erarbeitung. Es wird zu betrachten sein, inwiefern die laufenden Verfahren beschleunigt werden können bzw. ob weitere Gebiete der Verbandsgemeinde ebenfalls einer kurzfristigen Betrachtung bedürfen. Klar ist: Derartige Naturereignisse und die dramatischen Folgen werden nie ganz verhindert werden können - aber wir sollten den Versuch wagen.